Früher und Heute
Als ich noch turnte, führten mich meine Reisen vor allem in osteuropäische Länder. Ich nahm an Wettkämpfen in Kaschau (Tschechoslowakei), Bydgoszcz (Polen) und Bautzen (DDR) teil. Diese Erfahrungen waren für mich als junger Mensch besonders aufregend, oft meine erste Begegnung mit fremden Kulturen.

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Foto-Feinmechaniker
Auch als Foto-Feinmechaniker hatte ich die Möglichkeit, ins Ausland zu reisen. So kam ich nach Leningrad (heute Sankt Petersburg), wo mich die Größe und der kulturelle Reichtum der Stadt beeindruckten. Dresden hinterließ einen bleibenden Eindruck durch die Spuren des Wiederaufbaus nach dem Krieg. In Brüssel besuchte ich unter anderem das Atomium und erlebte eine völlig andere Welt als in den östlichen Ländern.
Reisen als Volkstänzer
Durch den Volkstanz konnte ich noch weiter nach Westen reisen. Ich trat auf in Kiew (damals noch Sowjetunion), Tekirdağ (Türkei), Ede (Niederlande), Durham (England), Ljubljana (Slowenien) sowie in Arezzo und Agrigent (Italien). Diese Reisen waren nicht nur wegen des Tanzes etwas Besonderes, sondern auch, weil ich die kulturelle Vielfalt Europas erleben konnte.
Reisen nach dem Rollstuhl
Im Jahr 2004 veränderte sich mein Leben grundlegend: Ich kam in den Rollstuhl. Damals glaubte ich, nie wieder so viele Orte sehen zu können wie früher. Meine Welt schien sich stark zu verkleinern.
Doch zehn Jahre später, 2014, entdeckte ich die Freude am Reisen von Österreich aus neu. Ohne Auto, nur mit Zug und Bus, wurden Städte und Landschaften für mich wieder viel einfacher erreichbar. So konnte ich Triest, Udine und Neapel besuchen und auch innerhalb Österreichs Städte wie Wien, Klagenfurt, Salzburg, Weiz, Leoben-Göss, Bad Radkersburg und Gamlitz erkunden.
Ich erkannte, dass das Reisen für mich nicht aufgehört hatte – es hatte nur eine andere Form angenommen. Trotz Rollstuhl konnte ich immer wieder die Freiheit erleben, die das Reisen schenkt.






